Jusos Bonn wählen neuen Vorstand

Letzten Samstag wählten die Jusos einen neuen Vorstand. Die Wahlen zogen sich über sechs Stunden und waren von hitzigen Debatten geprägt. Um den Vorsitz traten Nina Horré und Jessica Rosenthal an. Rosenthal gewann diese Wahl mit 24 zu 19 Stimmen (bei zwei Enthaltungen). Rebecca Großmann wurde ohne Gegenkandidatur mit 30 Stimmen (bei neun Gegenstimmen, zwei Enthaltungen und zwei ungültigen Wahlzetteln) zur Geschäftsführerin gewählt. Als Stellvertreter erhielten Silke Hülsen, Markus Kirkines, Christoph Münnix, Moritz Neugebauer, David Schuster, Max Wilshaus und Anja Wittmann das Vertrauen der Mitglieder. Die Jusos sagten dem Kandidaten der SPD für das Oberbürgermeisteramt Peter Ruhenstroth-Bauer ihre volle Unterstützung für den kommenden Wahlkampf zu. Darüber hinaus wollen sie sich zu den Sparmaßnahmen der Stadt positionieren und eigene Lösungsvorschläge erarbeiten. Da sich die Jusos selbst als Impulsgeber für die Mutterpartei verstehen, wollen sie sich dieses Jahr außerdem mit der Verteilungsgerechtigkeit beschäftigen: „Wenn die reichsten 10% mehr als die Hälfte des Nettovermögens besitzen und die Reallöhne sinken, dann ist das keine Welt in der wir morgen leben wollen. Deshalb werden wir uns in diesem Jahr mit dem Thema Verteilungsungerechtigkeit beschäftigen“, so Jessica Rosenthal. Ein wichtiges Augenmerk wollen die Bonner Jungsozialisten auf die Vernetzung legen. Zum einen planen sie Austäusche mit ihren Partnerorganisationen in Oppeln (Polen) und Oxford (England). In Bonn wollen sie die Kontakte mit den Gewerkschaften und dem Kinder- und Jugendring verstärken und in der Stadt mit den Regierungs- und Nichtregierungsorganisationen Wege der Zusammenarbeit ausloten.